HyBro – Bautagebuch

Wir halten Sie über den Baufortschritt des HyBro immer auf dem Laufenden.

79 – No net Nudla

19.03.2024

 

 

Das HyBro wächst kontinuierlich in die Höhe. So haben wir inzwischen das Niveau des Bodens des obersten Geschosses erreicht. Jetzt können auch die Mitarbeiter des dritten Stocks in der Verwaltung endlich auf Augenhöhe per Fingeralphabet bei geschlossenem Fenster oder alternativ per Zuruf aus geöffnetem Fenster mit den Kollegen auf der Baustelle kommunizieren.

Und die Tage sind jetzt gezählt, bis unser HyBro erstmals die Höhe der Zentrale übersteigt. Darauf warten wir mit großer Spannung!

 

Manch Eine/r fragt sich sicher… wie packen die Jungs das eigentlich? Tag für Tag, Monat für Monat diese kraftzehrende Leistung abzuliefern? Heute lüften wir das Geheimnis….

 

N U D L A!

Eigentlich ja kein Geheimnis. Man kennt es aus dem Hochleistungssport. Wer täglich liefern muss und körperlich dauerhafte Anstrengungen tätigt, sollte viel Kohlenhydrate zu sich nehmen. Dafür eignen sich Nudeln besonders. Sie haben einen hohen Kohlenhydratanteil, wenig Fett und ca. 15% pflanzliches Eiweiß. Zudem enthalten sie wichtige Ballaststoffe, die lange sättigen und zudem noch die Verdauung anregen (deswegen auch das Dixi-Klo auf höchster Ebene).

So pflegen wir aktuell eine Kooperation mit einem italienischen Feinkost-Hersteller der Region, dessen mit Sepiatinte schwarz gefärbte Nudeln wir zum Trocknen täglich bis zur Mittagspause auf der Oberfläche des HyBros verteilen, da die aktuelle Höhe und die stetig zunehmenden Sonnenscheinstunden optimale Bedingungen für eine Kurzzeittrocknung ergeben. Dies macht die Nudeln besonders knusprig und nahrhaft.

 

 

Diese Nudeln werden natürlich auch in unser Sortiment des HyBro-Merchshops aufgenommen und können ab dem Tag der Eröffnung käuflich erworben werden.

PS: Die Nudla sind sogenannte Drunterleisten aus Faßerzement, welche im Gegensatz zu Kunststoff rückstandslos in den Sichtbetondecken liegen, weil Beton drunter fließen kann und die geflochtene Bewehrung später darin verschwinden lässt.

78 – Achtung, Testgelände…

22.02.2024

 

 

Am Dienstag wurde erfolgreich die Betonage des ersten Abschnittes der Decke des zweiten Obergeschosses abgeschlossen. Diese Decke ist gleichzeitig der Fußboden für die erste Büroetage.

 

 

Zum Einsatz kam hier ein nagelneues Betonpumpenmodell, die BSF 47-5 von Putzmeister. Da die Firma ganz aus der Nähe aus dem Aichtal kommt waren Entwickler bei der Betonage dabei, die wertvolle Daten während des Betriebs sammelten.

Also auch hier ist unser HyBro ein echtes Leuchtturmprojekt.

 

 

 

Nach einer großartigen Leistung des Gesamten Betonier-Teams haben Sie sich eine kleine Pause verdient bevor die Betonage weiterging.

 

77 – Stahlflechten

08.02.2024

Wir schreiben das Jahr 1903 und befinden uns in einem kleinen portugiesischen Dörfchen Namens Galafura. Die Sonne stahlt (kein Schreibfehler, passt nur irgendwie sinngemäß hervorragend) und der junge Frisörmeister LEANdro, ups… Leandro Brodrigues sitzt ungeduldig, auf den nächsten Kunden wartend, vor seinem neu eröffneten Frisörsalon auf einem kleinen, liebevoll von Hand errichteten Mäuerchen.

 

 

Verträumt, seines Blickes schweifend entdeckt Leandro drei Eisenstangen vor sich liegen. Völlig frustriert, da auch sein zweiter Kunde des Tages bereits zwanzig Minuten über dem ausgemachten Termin nicht da ist, fängt er an,  sich mit den Stangen zu beschäftigen und sie zu formen und zu biegen. Leidenschaftlich und kraftvoll flechtet er einen Zopf daraus. Als er gerade fertig ist, kommt der verspätete Kunde hastig ums Eck. Leandro, in diesem Moment voller Begeisterung für sein Werk, reißt den Stahlzopf in die Luft und möchte diesen seinem Kunden präsentieren. 

Ein Polizist, der zufällig zeitgleich ums Eck kommt, fehlinterpretiert die Situation und geht von einem gerade sich entwickelnden Totschlag aus. So wird Leandro an Ort und Stelle verhaftet und landet in der Zelle. Spät am Abend kommt er jedoch auf “Bewehrung” wieder raus. 

Ein Teil des Zopfes aus Stahl, auch bekannt als „Trança de aço“, kann heute im Calouste-Gulbenkian-Museum, in Lissabon besichtigt werden.

 

So oder so ähnlich, könnte man meinen, hat das Stahl- oder auch Eisenflechten seinen Ursprung.
Und das ist natürlich kompletter Quatsch… 

 

Nur einzig korrekt ist, dass das Stahlflechten, bzw. allgemeiner betrachtet, die Verwendung von Stahl in Beton, seinen Ursprung Anfang des 19. Jahrhunderts hat. Ingenieure begannen mit Experimenten, um die Festigkeit von Beton zu verbessern. Dabei wurde festgestellt, dass die Zugfestigkeit von Beton relativ gering war, während die Druckfestigkeit sich als recht hoch erwies.

 

Im späten 19. Jahrhundert entwickelten Ingenieure dann Techniken, um Stahlstäbe oder Drahtgeflechte in Beton einzubetten, um die Zugfestigkeit zu erhöhen. Dies führte zur Entstehung von Stahlbeton als Baumaterial.

 

Erste Anwendungen von Stahlbeton verbreitete sich im frühen 20. Jahrhundert schnell in der Bauindustrie. Ein bedeutendes Beispiel ist der Bau von Schalenstrukturen und Brücken, bei denen Stahlbeton erstmals in großem Maßstab eingesetzt wurde.

 

Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurden Techniken zur Herstellung von Stahlbeton weiterentwickelt und standardisiert. Dies umfasste die Entwicklung spezifischer Bauvorschriften und Normen für die Verwendung von Stahlbeton in verschiedenen Anwendungen.

 

Heutzutage ist Stahlbeton ein weit verbreitetes Baumaterial und wird in einer Vielzahl von Bauwerken eingesetzt, darunter Gebäude, Brücken, Staudämme, Straßen und viele andere Infrastrukturprojekte. Es bietet eine hohe Festigkeit und Haltbarkeit sowie eine gute Beständigkeit gegenüber Umwelteinflüssen, was es zu einer beliebten Wahl für Ingenieure und Bauherren macht. 

 

Im Beruf Betonstahlbieger/innen und -flechter/innen arbeitet man mit Geräten und Maschinen, z.B. computergesteuerten Eisenbiegemaschinen, Hebezeugen und Kränen, doch erledigt man viele Tätigkeiten auch von Hand, etwa
beim exakten Positionieren und Verflechten von Stahlteilen. Die Arbeit, die meist im Team mit Kollegen und Kolleginnen erbracht wird, ist körperlich sehr anstrengend und kräftezehrend. Zudem arbeitet man häufig in unbequemen Haltungen, etwa kniend, gebückt oder über Kopf. Um den Beruf Betonstahlbieger/innen oder -flechter/innen ausüben zu können bedarf es, in der Regel einer Ausbildung im Baubereich, z.B. im Hochbau bzw. Beton- und Stahlbetonbau. 

 

So können wir nun voller Respekt weiter auf der HyBro-Baustelle beobachten, wie bei Wind und Wetter aktuell tonnenweise Stahl von Hand geflochten und verbunden werden.

 

76 – Schaffa, schaffa, HyBro baua…

25.01.2024

 

 

 

Eine länger anhaltende Kältewelle, deutlich unter 0 °C,  hat in den letzten zwei Wochen zu Unterbrechungen der Arbeiten auf unserer HyBro-Baustelle geführt. Was für die aktuelle Jahreszeit aber nicht ungewöhnlich ist und somit auch nicht ganz unerwartet kam.

Die Ruhe und der Stillstand bei dem Blick aus dem Verwaltungsgebäude waren ungewohnt und nicht sonderlich schön. So kam uns die Idee, in den kommenden Wochen ein paar Mikrofone auf der Baustelle zu installieren und über mehrere Werktage den Ton aufzunehmen. Diese äußerst beruhigenden Schaff- und Baugeräusche werden wir dann demnächst auf allen bekannten Streaming-Diensten veröffentlichen und sie können mit den Schlagworten “Brodbeck, HyBro, Schaff- und Bau-Ambientsounds, ASMR” gefunden werden.

 

 

 

Und hey… seit Anfang der Woche ist’s mit den Temperaturen wieder bergauf gegangen sodass unsere Jungs wieder im vollen Einsatz sind.
Das Gerüst rund um das HyBro wurde gestern um zwei weitere Stockwerke erweitert sodass wir dem Himmel nun ein weiteres Stück näher kommen.

 

 

75 – Die wundersame blaue Mauer

11.01.2024

 

 

 

Wir wünschen ein gutes neues Jahr und herzlich willkommen zurück beim Live-Ticker unserer HyBro-Baustelle!

 

Während auf den meisten Baustellen im Ländle noch Stille herrscht, gehts bei uns auf der HyBro-Baustelle frisch (genau, bzgl. der Temperaturen…) und munter weiter!

 

 

 

Die Stimmung ist alles andere als eisig und unsere kreativen Köpfe haben kurzerhand eine überdimensionale Sitzbank gebaut, die im Laufe des Tages noch aufgestellt wird.

 

 

 

So kann die Mannschaft spätestens ab morgen ihren Blick während der Vesperpause gemeinschaftlich auf die “wundersame blaue Mauer” richten, wie einst Eduard Mörike unseren schönen Albtrauf beschrieben hat.